Sie sind mehr als nur eine Modeerscheinung und mit den alten Fahrrädern mit Hilfsmotor haben sie auch nur noch das Grundprinzip gemein: die neuen E-Bikes setzen neue Maßstäbe und brechen Rekorde. Sie sind überdies auch die größte Hoffnung der Fahrradindustrie, die nun auf ein fettes Umsatzplus hofft. 200 000 Stück hat der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) in Bad Soden bereits für das Jahr 2010 ermittelt und damals hatte der Trend eigentlich noch gar nicht richtig gezündet. Erst die Hochgeschwindigkeitsrekorde und virale Internetvideos machten die neuen elektrischen Fahrräder zu Kultobjekten.

Mit E-Bikes kommt man ohne großes Trampeln auch bequem die Berge hinaufErläuterungen und Tipps zu den E-Bikes

In den Tests der neuartigen Fahrradmodelle wird immer wieder vor allem eines deutlich: Das Fahrgefühl und der Komfort der neuen Elektrofahrräder sind hervorragend. Kein Wunder also, dass man in der Branche erwartet, dass die E-Bikes schon in naher Zukunft 15 Prozent des gesamten Fahrradabsatzes ausmachen werden. In den letzten Jahren hat sich der Anteil dieser motorisierten Zweiräder bereits vervielfacht. Sucht man nach den Gründen für diesen rasanten Aufwärtstrend, fallen einem gleich mehrere Dinge auf. Vor allem die Qualität der aktuellen Modelle hat sich ganz deutlich verbessert. Die klapprigen Hollandräder mit ihren penetrant surrenden Hilfsmotoren, mit denen sich Rentner trotz allem nicht schneller als die meisten Fußgänger fortbewegten, können nicht mehr mit den modernen E-Bikes verglichen werden. Die meisten Elektroräder sind heute technisch auf einem guten Stand und verhältnismäßig sicher.

Natürlich steigt mit der Geschwindigkeit auch das Unfallrisiko, aber immerhin ließ sich bereits feststellen, dass fast jeder E-Bike-Fahrer einen Helm und darüber hinaus auch noch andere Protektionsmaßnahmen nutzt. Die steigenden Benzinpreise fördern natürlich auch den Verkauf, obwohl ein neues, leistungsstarkes E-Bike in den meisten Fällen auch einen stolzen Preis hat. Das Ganze rentiert sich auf der Straße allerdings ziemlich schnell. Je nach Unterstützung durch den Hilfsmotor kosten 100 Kilometer mit dem E-Bike nur etwa 8 bis 20 Cent – gemessen am Stromverbrauch. Auch aus Sicht des Umweltschutzes ist das neue Fortbewegungsmittel ein echter Gewinn. Zum Vergleich: Mit der Energie, die ein durchschnittlicher Pkw für 30 Kilometer benötigt, kommt ein Elektrofahrrad mehr als tausend (!) Kilometer weit. Eingedenk der Tatsache, dass die Räder auch relativ schnell sind, werden sie immer häufiger von Pendlern genutzt.

Funktionsweise eines E-Bikes

In den meisten Fällen wird ein einfacher Radnabenmotor verwendet. Das zusammengefasste Antriebsmodul, das meist eines der Räder zusätzlich zum manuellen Pedalantrieb mit bewegt, besteht immer aus einem Elektromotor, einem effizienten Akku und einer Steuereinheit, die bei unterschiedlichen Modellen auch auf unterschiedliche Weise funktionieren kann. Bei uns in Europa und in einigen Teilen Asiens wird der Elektroantrieb zumeist als zusätzliche Antriebshilfe beim Radfahren verwendet. Es gibt aber auch Räder, die komplett aus eigener Kraft fahren.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Stimmen, im Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...
Ähnliche Beiträge