Wie den meisten von Euch wohl in der letzten Woche aufgefallen sein dürfte, ist 2012 ein Schaltjahr. Was genau ein solches Jahr ist, meinen natürlich alle zu wissen: Alle vier Jahre ist eben der Februar einen Tag länger. Doch ganz so einfach ist es nicht! Alle 100 Jahre findet das Schaltjahr nicht statt – alle 400 Jahre allerdings schon und irgendwann gar nicht mehr! Und warum wurde diese zeitliche Regelung eigentlich eingeführt?

Alle vier Jahre grüßt uns das Schaltjahr erneutWirtschaftliches Wachstum durch die Schaltjahr-Regelung

Im Unterschied zum regulären Gemeinjahr hat das Schaltjahr, das in einem 4-Jahres-Intervall stattfindet, einen zusätzlichen Schalttag. Das ist so, weil ein Jahr eigentlich 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 47 Sekunden misst und man ab- beziehungsweise im Schaltjahr einfach aufrundet. Für den allgemeinen Gebrauch dient in fast allen Teilen der Welt der Gregorianische Kalender, in dem eben außer dreimal in 400 Jahren in jedem vierten Jahr ein Schalttag zugefügt wird.

Man spricht von einem Schaltjahr, wenn die Jahreszahl durch vier, aber nicht durch 100 teilbar ist. Wenn allerdings die Jahreszahl durch 100 und 400 teilbar ist, handelt es sich auch um ein solch besonderes Jahr. Das letzte Beispiel für diese Ausnahme war das Jahr 2000. In einem Jahr wie 2012, wenn im Kalender der 29. Februar enthalten ist, macht der Großteil der Weltbevölkerung also nicht nur Überstunden, sondern streng genommen einen ganzen Übertag! Wirtschaftsexperten ermittelten, dass das Volkseinkommen in einem Schaltjahr um etwa einen Viertelprozentpunkt gesteigert ist. An einem durchschnittlichen 29. Februar, an dem die Bürger zusätzlich Geld ausgeben und verdienen können, kommen knapp 1,245 Milliarden Euro zusammen. Irgendwann, so in etwa 3,5 Millionen Jahren, wird das Sonnenjahr exakt 365 Tage betragen. Dann gibt es kein Schaltjahr mehr!

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