Mittlerweile hat bestimmt jeder schon mal die riesigen Dampfschwaden beobachten können, die einige Dampfer immer wieder demonstrativ in die Luft hinauspusten. Doch wissen nur die wenigsten, was dabei eigentlich genau passiert. Was ist für die teils enorme Dampfentwicklung verantwortlich? Was genau wird denn in einer E-Zigarette verdampft? Und woraus bestehen diese E-Liquids, die mittlerweile in beinahe jedem Tabakshop erhältlich sind?

Woraus E-Liquids bestehen erklärt
E-Liquids sind beim Dampfen unverzichtbar. Doch woraus bestehen sie?

Dass solche Fragen auftauchen, liegt vor allem daran, dass das Phänomen E-Zigarette noch vergleichsweise jung ist. Zwar wurde schon im Jahr 1965 ein Patent für eine den heutigen E-Zigaretten sehr ähnliche Erfindung angemeldet, ihren großen Aufschwung erlebte die E-Zigarette, so wie wir sie kennen, jedoch erst in den letzten 10 Jahren. Für viele ist der Umstieg von der herkömmlichen Zigarette auf die E-Variante einer der guten Vorsätze fürs neue Jahr.

Funktionsweise und Aufbau einer E-Zigarette

Die Funktionsweise einer E-Zigarette ist denkbar simpel: über einen Akkuträger wird dem sogenannten Coil, einer mit Watte umwickelten Drahtspule, die in E-Liquid getränkt ist, Strom zugeleitet. Daraufhin erhitzt sich der Draht und dass E-Liquid in der Watte verdampft, sobald es eine bestimmte Temperatur erreicht hat.

Der Aufbau einer einfachen E-Zigarette setzt sich zumeist auf den folgenden Einzelkomponenten zusammen (vereinfachte Darstellung):

Aufbau einer E-Zigarette
Vereinfachte Darstellung des Aufbaus einer gängigen E-Zigarette

Woraus E-Liquids bestehen

Wie wir bereits feststellen konnten, kommt den E-Liquids eine besondere Rolle beim Verdampfen zu. Immerhin sind sie es, die letztlich für den Dampf verantwortlich sind bzw. sind sie das Gemisch, aus dem sich das Aerosol zusammensetzt. Noch offen bleibt jedoch die Frage, aus welchen Substanzen die Dampfschwaden bestehen. Wir haben dazu die Experten vom Hansdampf – E-Zigaretten Shop in München befragt, die uns verraten haben, woraus sich marktübliche E-Liquids zusammensetzen.

Trägerstoffe

Zunächst besteht ein E-Liquid zu großen Teilen aus einer sogenannten Trägerflüssigkeit. Diese wiederum setzt sich in den meisten Liquids aus Glycerin (E 422) und der Substanz Propylenglykol (E 1520) zusammen. Letztere ist übrigens auch als Tabakzusatzstoff weitverbreitet, wie den Untersuchungen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft zu entnehmen ist. Grund dafür ist die Tatsache, dass das hygroskopische Propylenglykol als Aerosol Nebeltröpfchen in der Luft bildet und dadurch für eine allgemein stärkere Rauch- bzw. Dampfentwicklung verantwortlich ist.

Aromen

Neben den Trägerstoffen Propylenglykol und Glycerin enthalten E-Liquids für gewöhnlich noch Aromen. Die Auswahl reicht dabei von Klassikern wie Menthol und diversen Fruchtgeschmäckern bis hin zu exotischen Aromen wie beispielsweise Erdnussbutter-Kaffee.

Nikotin

E-Liquids können zudem mit dem Suchtstoff Nikotin versetzt sein. Meistens werden verschiedene Nikotin-Konzentrationen für ein und derselben Liquidsorte angeboten, sodass sich bei Bedarf auch gänzlich darauf verzichten lässt. In der Regel reicht der Nikotingehalt von 0mg/ml (d.h. nikotinfrei) bis 18mg/ml. Menschen, die erst kürzlich vom Rauchen aufs Dampfen umgestiegen sind, konsumieren bevorzugt die nikotinhaltigen E-Liquids. Wobei auch hier die Ausnahme die Regel bestätigt.

Letzten Endes bleibt es natürlich eine Frage des persönlichen Geschmacks. Unabhängig davon, ob ein Liquid mit Nikotin versetzt ist oder nicht, gilt: E-Liquids dürfen in Deutschland nach dem Jugendschutzgesetz erst ab 18 Jahren erworben werden.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Stimmen, im Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...
Ähnliche Beiträge