Nach dem Ende der Schulzeit haben vor allem gute Absolventen die Qual der Wahl. Aber auch für die, mit mittelmäßigen Noten, bieten sich noch fast unüberschaubar viele berufliche Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt. Ein Kriterium sich zu orientieren, sind auch die Erfolgsaussichten für bestimmte Ausbildungen. 

Der Arbeitsmarkt boomt vor allem in Berufen aus der ITLaut einer Studie der Bertelsmann Stiftung sind die besonders gut für Akademiker, Dienstleister und Menschen in Gesundheitsberufen. Bei handwerklichen Berufen in der Produktion besteht zwar die Gefahr, dass sie ins Ausland verlagert werden, doch qualifizierte Arbeitnehmer haben in Deutschland trotzdem gute Berufsaussichten. Das ist ein Ergebnis der Bertelsmann Stiftung in einer Studie zu den Folgen der Globalisierung für den deutschen Arbeitsmarkt.

Mehr Arbeitsplätze als Arbeitnehmer

Und noch eine für Arbeitnehmer prinzipiell gute Nachricht: Die Nachfrage nach Arbeitskräften wird in den kommenden 15 Jahren stärker wachsen als das Angebot. So hat die Stiftung berechnet, dass die Zahl der Vollerwerbsplätze bis 2020 um 1,7 Millionen zunehmen wird. Und sogar für geringfügig Qualifizierte, die Sorgenkinder der Arbeitsvermittler, wird es voraussichtlich 820.000 zusätzlich Arbeitsplätze geben.

Besonders qualifizierte Arbeitnehmer profitieren

Profitieren werden aber vor allem die qualifizierten Arbeitsplätze in den Boom-Branchen: Und das ist z.B. die Gesundheitsbranche. Gut sieht es deshalb für Altenpfleger, Krankenschwestern und sozialpflegerische Berufe wie Heimleiter oder Sozialarbeiter aus. Auch dienstleisterischen Berufen wird eine positive Zukunft vorausgesagt, so etwa Gästebetreuern, Hotel- und Gaststättenpersonal oder Flugbegleitern. Zukunftsfähig seine außerdem die Arbeitsplätze von Kaufleuten oder in der Datenverarbeitung, im Fremdenverkehr oder der Werbung.

Rosige Aussichten für Akademiker auf dem Arbeitsmarkt

Am besten jedoch sieht es für Akademiker aus: Hier steigt der Bedarf bis 2020 um rund 800.000 Absolventen mit Universitätsabschluss und um gar 1,1 Millionen mit Fachhochschulabschluss. Am besten stehen dann solche jungen Menschen da, die ihren Abschluss in den Wirtschafts- oder Sozialwissenschaften gemacht haben, Ingenieure, Erziehungswissenschaftler, Informatiker, Mathematiker, Juristen (auch per Fernstudium), Maschinenbauer oder Naturwissenschaftler sind. Kein Wunder, dass der Datenlotsen-Preis von der TU Darmstadt ins Leben gerufen wurde, der Abschlussarbeiten in den Fächern Informatik, Mathematik und Wirtschaftingenieurwesen würdigt und somit das Interesse an diesen Studiengängen zusätzlich fördern soll. Aber auch in Sachen ausgefallene Berufe, wie beispielsweise Bestatter, entwickelt sich der Arbeitsmarkt und schafft neue Arbeitsplätze für junge, aufstrebende Talente.

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