In unserer heutigen Wissensgesellschaft lernt man nie aus. Lebenslanges Lernen ist in den letzten Jahrzehnten zu einem wichtigen Begriff avanciert. Wer auf dem Arbeitsmarkt langfristig bestehen will, darf sich neuem Wissen nicht verschließen, sondern sollte bereit sein, sich (eigen)ständig weiterzubilden. Fernstudium, Fernlehrgänge & Co. versprechen genau dies – aber lohnt es sich tatsächlich, sich von zu Hause aus weiterzubilden?

Das Fernstudium ist ortsunabhängig und so bleiben Studierende flexibelMit dem Fernstudium zum Master

Fernstudium und Fernlehrgang ermöglichen es, bequem von zu Hause aus zu lernen und sich seine Zeit frei einzuteilen. Die beiden Begriffe werden häufig synonym verwendet, bedeuten aber nicht das Gleiche. So dient ein Fernstudium der Erlangung eines akademischen Grades. In Abgrenzung davon hat ein Fernlehrgang zum Ziel, den Teilnehmenden weiterzubilden. Über einen Fernlehrgang aber auch ein Fernstudium können viele unterschiedliche Abschlüsse erlangt werden. Sogar Master-Grade lassen sich aus der Ferne abschließen.

Gesetzlicher Rahmen für E-Learning & Co.

Im so genannten Fernunterrichtsschutzgesetz sind der Inhalt und die Durchführungsart von Fernlehrgängen festgelegt. Das Gesetz wurde 1977 erlassen und legt fest, was als Fernunterricht zu gelten hat. So ist Fernunterricht die „Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten, bei der der Lehrende und der Lernende ausschließlich oder überwiegend räumlich getrennt sind, und der Lehrende und sein Beauftragter den Lernerfolg überwachen.“ (FernUSG Artikel 1, Absatz 1).

Im Gegensatz zu herkömmlichen Lehrgängen und Weiterbildungen findet der Unterricht bei einem Fernlehrgang nicht in den Unterrichtsräumen der Weiterbildungseinrichtungen statt. Im Regelfall befindet sich die Fernschule nicht mal in der gleichen Stadt wie der Fernschüler. Es wird über eine bestimmte Distanz hinweg unterrichtet. Der Schüler bekommt die Unterrichtsmaterialien von der Fernschule zugeschickt. Neben Büchern und Heften können das auch Audio-CDs oder spezielle PC-Programme sein. Diese Unterlagen kann der Schüler selbstständig und unter freier Zeiteiteilung bearbeiten. Innerhalb bestimmter Zeiträume müssen Aufgaben bearbeitet und an die Bildungseinrichtung zur Korrektur gesendet werden.

Die Zukunft des digitalen Lernens

Oftmals betreiben Fernhochschulen auch Onlineportale, die als elektronischer Campus dienen. Hier können sich die Studierenden miteinander austauschen aber auch Belegarbeiten einreichen oder digitales Lernmaterial erhalten. Die führenden Fernhochschulen haben hier mittlerweile stabile Onlineplattformen geschaffen, die das Studieren unterwegs enorm erleichtern. So wird mitunter das iPhone oder Tablet kurzerhand zum Arbeitsgerät der Wahl. Schwere Bücher und Unterlagen gehören so sicherlich schon bald der Geschichte an, da man über die Fernleihe staatlicher Bibliotheken sogar schon digitalisierte wissenschaftliche Publikation in Form von eBooks ausleihen kann.

Fernschulen bieten ein breites Spektrum unterschiedlicher Abschlüsse an. Neben dem Erwerb von staatlichen Abschlüssen wie zum Beispiel dem Abitur, können über eine Fernschule ebenfalls öffentlich-rechtliche Abschlüsse erworben werden.

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