Im Urlaub gehört Shopping zu den beliebtesten Aktivitäten. Ein Mitbringsel aus dem Urlaubsland ist eine schöne Erinnerung an die letzte Reise. So kaufen zum Beispiel viele deutsche Touristen auf dem türkischen Basar ein und üben sich im Feilschen. Offenbar stört es viele Urlauber nicht, dass es sich zum Beispiel bei den günstigen Kleidungsstücken oftmals um Fälschungen handelt.

Eine Auslage auf dem türkischen BasarWer in Antalya oder Istanbul einen der vielen Basare betritt, der staunt oft nicht schlecht. Viele Kleidungsstücke von angesagten Marken wie Marc O’Polo oder Adidas werden dort zu den günstigen Preisen angeboten. Doch viele dieser Schnäppchen sind so genannte „Türkische Originale“, also billige Fälschungen von Markenware. Dies ist allerdings meist erst auf den zweiten Blick zu erkennen. Die Verarbeitungsqualität sollte genau analysiert werden. Sind die Nähte unsauber oder fühlen sich die Stoffe minderwertig an, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich um eine Fälschung handelt.

Fälschungen beim Zoll

Deutsche Zollbeamte konfiszieren an der Grenze pro Jahr gefälschte Kleidung aus der Türkei im Wert von rund 1,5 Millionen Euro. In der internationalen Fälscherstatistik erzielt die Türkei damit den vierten Rang hinter Estland, China und Russland. Neben Kleidung werden in der Türkei vor allem Handys, CDs und DVDs gefälscht und in den meisten Fällen sogar per Post oder per Schiff nach Deutschland gesendet.

Viele Touristen aus der Bundesrepublik decken sich während ihres Urlaubs in der Türkei gerne mit den günstigen Imitationen vom türkischen Basar ein. Das Feilschen bereitet ihnen dabei besonders Freude, auch wenn die meisten Urlauber kein türkisch sprechen. Doch selbst wer denkt, er habe ein gutes Geschäft gemacht – die Verkäufer werden wohl kaum zu Preisen verkaufen, an denen sie nichts mehr verdienen würden. Hartnäckigkeit wird hier belohnt, sodass auch der letzte Funken Rabatt herausgeschlagen werden kann.

So wird auf dem türkischen Basar gefeilscht

Eine Faustformel fürs Feilschen auf dem Basar gibt es nicht; In der Regel sollten sich jedoch bis zu zwei Drittel des ursprünglichen Verkaufspreises herunterhandeln lassen. Übrigens: Liegt der Warenwert des Auslands-Einkaufes unter 430 Euro, dann gibt es auch keine Probleme mit dem Zoll. Man sollte sich dennoch vorab genauestens informieren, um unangenehmen Überraschungen aus den Weg zu gehen.

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