Gerade zum Herbst und zum Frühjahr stürmen die Menschen in die Kaufhäuser um Waren zum besten Preis zu bekommen. Obwohl der viele Jahrzehnte lang legendäre Sommer- wie Winterschlussverkauf offiziell im Jahr 2004 aufgelöst wurde, so führen die Händler dennoch nach wie vor Saisonsschlussverkäufe zu den ähnlichen Zeiten wie bisher durch. Es wird angeboten und gefeilscht, was noch in den Regalen steht und raus muss. Sonderangebote mit Reduzierungen von bis zu 70 oder 80 Prozent sind dann keine Seltenheit mehr, doch verdienen die Händler noch daran?

Sonderangebote begegnen uns sowohl im Internet als auch in der RealitätWarum gibt es Sonderangebote?

Sonderangebote entstehen in der Regel das ganze Jahr über wie von selbst und zwar weil Produkte ständig weiterentwickelt werden, weil Modelle oder Schnitte wechseln, weil Moden kommen und gehen und weil Platz für neue Produkte geschaffen werden muss und man die Altware ja nicht einfach wegwerfen kann. Seit 2004 ist es den Geschäften und Händlern wie gesagt das ganze Jahr über erlaubt, Sonderangebote anzubieten und damit Kunden zu gewinnen und ihre Ware loszuwerden.

Macht der Händler noch Gewinn?

Da die Waren zu einem besonders günstigen Preis angeboten werden, kann ein Verkäufer in der Regel keinen Gewinn mehr damit erzielen. Der betriebliche Erfolg ist aber dennoch gesichert und das Geschäft floriert auch weiterhin aufgrund der sogenannten Mischkalkulation. Das heißt, dass sich der Umsatz aus dem Angebot günstiger Produkte und den Produkten mit höher kalkulierten und preislich nicht reduzierten Preisen die Waage hält und somit unter dem Strich immer noch eine schwarze Zahl steht. Und obwohl der Händler mit Sonderangeboten nicht direkt Gewinn macht, sind Sonderangebote ein ganz hervorragendes Instrument des psychologischen Handelsmarketings, indem man durch Sonderangebote die Aufmerksamkeit der Kunden auf seinen Laden zieht und nicht selten Verbundkäufe auslöst. „Es war ja so billig“ lautet dann die Kaufbegründung vieler Verbraucher, ganz egal ob sie das neue Produkt wirklich gebrauchen können oder nicht. Dem Händler ist dies egal, denn für ihn zählt die neue und glückliche Kundschaft sowie der neu geschaffene Platz im Lager, der schließlich sofort wieder mit neuen Kollektionen aufgefüllt wird.

Bedingungen für Sonderangebote

Um aber dennoch keine wirtschaftliche Gefahr zu laufen, sind Sonderangebote in der Regel doch bestimmten Konditionen unterlegen, um die positive Handelsspanne zu gewährleisten. Und zwar werden Sonderangebote in der Regel nur eine begrenzte Zeit lang angeboten, wie beispielsweise der eingangs genannte Sommer- wie Winterschlussverkauf. Manche Angebote sind zudem ausschließlich für einen bestimmten Kundenkreis erhältlich (beispielsweise die Besitzer einer Kundenkarte), so dass man sichergehen kann, dass von diesem Kundenkreis fernab der Angebote auch rentable Einkäufe getätigt werden und dass neben Angeboten auch Produkte gekauft werden, deren Preis dafür höher kalkuliert ist.

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