Vor einem Ladenregal stehend, zeigt sich der Unterschied zwischen Sekt und Champagner zunächst einmal offensichtlich im Preis. Doch woher kommt dieser Unterschied? Hat er seine Berechtigung? Und was ist eigentlich nochmal der Unterschied zu Prosecco? Drei Fragen, denen wir hier auf den Grund gehen.

Champagner, Sekt und Prosecco ähneln sich zumindest äußerlichChampagner ist das Getränk der großen Empfänge und besonderen Anlässe. Wer sprichwörtlich in Champagnerlaune ist, dem ist besonders feierlich zu Mute. Sekt steht daneben wie die kleine Schwester, die ebenfalls bei feierlichen Anlässen zum Einsatz kommt, doch stets ein wenig geringeres Ansehen geniest.

Champagner

Das erste und grundlegendste Merkmal von Champagner ist, dass er aus der Champagne im nordöstlichen Frankreich stammt. Nur Schaumwein aus dieser Region darf sich Champagner nennen. Zudem muss er aus bestimmten Trauben gewonnen sein, nämlich Pinot Noir, Pinot Meunier oder Chardonney. Die Lese erfolgt immer von Hand, damit die Trauben unversehrt bleiben und das Produkt wird mit einem Naturkorken verschlossen. Rund 160 kg Traubengut werden für 102 Liter Most verwendet und von diesen eignen sich wiederum bloß die ersten 82 Liter um Champagner Cuvée herzustellen, also einen Schaumwein von allerbester Qualität. Der Name ist also in erster Linie markentechnisch geschützt und an das 33500 Hektar große Land gebunden.

Sekt

Würde in einem gleichen Verfahren ein Schaumwein an einem anderen Ort der Welt produziert werden, dürfte er sich trotz der größten Qualitätsstandards unter keinen Umständen Champagner nennen, sondern würde immer ein Sekt bleiben. Somit bietet Sekt nicht unbedingt eine schlechtere Qualität, der Begriff ist bloß weitaus dehnbarer. Grundlegend für Sekt ist, dass das Produkt mindestens 10% Alkohol enthalten muss und die Kohlensäure ausschließlich im zweiten Gärungsdurchlauf gewonnen werden darf.

Prosecco

Der Name Prosecco sagt zunächst ebenso wenig über die Qualität aus, wie Sekt selber. Die Bezeichnung geht lediglich auf eine bestimmte Rebsorte zurück, die zunächst nur in Italien angebaut wurde, inzwischen aber weltweit gepflanzt werden darf. Die Kohlensäure darf hier jedoch auch künstlich hinzugegeben werden und muss nicht im Gärungsprozess gewonnen werden. Häufig verursacht dieser Vorgang einen Qualitätsverlust, der jedoch auch nicht unbedingt gegeben sein muss.

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