In Zeiten, in denen man alle Informationen die man braucht per Mausklick haben kann, gibt es nur noch wenige Menschen, die sich auf herkömmliche Weise Informationen beschaffen. Es wird immer häufiger im Internet gelesen, so dass besonders die Zeitschriften und Zeitungen Konkurrenz bekommen. Wird es also bald keine Zeitschriftenabos mehr geben?

Zeitschriftenabos sind nicht gerade umweltfreundlichPriDie Zukunft der Printmedien

Die Frage über die Zukunft der Printmedien lässt sich nicht ganz so einfach beantworten, denn schließlich kommt es darauf an, von welcher Zeitschrift und welcher Zielgruppe die Rede ist. Bei den jungen Leuten, die bevorzugt Lifestyle-Magazine lesen, zeichnet sich bereits der Trend ab, dass die Zeitschriftenabos nicht mehr so genutzt werden wie noch vor zehn Jahren.

Hier kommen Zeitschriftenabos schon seit einiger Zeit eher selten vor, denn junge Menschen gehen entweder zum nächsten Kiosk und kaufen sich das Magazin, das sie haben wollen, oder aber sie schalten den Computer an und bekommen ebenfalls was sie wollen. Hinzu kommt, dass man im Internet kostenlos lesen kann, wer in Hollywood schon wieder mit wem geflirtet hat und für die Zeitschriften auf Hochglanzpapier zwei bis fünf Euro pro Ausgabe zahlen muss.

Von älteren Menschen, die Wert auf ihre wöchentliche oder monatliche Zeitschrift legen, werden auch in Zukunft Zeitschriftenabos genutzt. Für sie gehören die wöchentlichen oder monatlichen Rhythmus kommenden Zeitschriften teilweise schon seit Jahren zu ihrem Leben und es fällt ihnen schwer, sich davon zu trennen. Außerdem nutzen Menschen ab 60 das Internet nicht so stark und so sind sie deshalb gewissermaßen auf ihre Zeitschriften angewiesen.

Zeitung zum Frühstück – für viele unverzichtbar

Trotz rückläufiger Printauflagen ist davon auszugehen, dass die Zeitungen der Digitalisierung bis zu einem gewissen Grad noch entgegenhalten können. Zeitungen werden auch im Zeitalter des World Wide Web weiterhin gelesen und in vielen Haushalten gehört die Zeitung ebenso zum Frühstück, wie ein heißer Kaffee.

Außerdem ist Zeitung lesen auch nicht mit dem Lesen von Artikeln im Internet zu vergleichen, denn zum Zeitung lesen gehört das Umblättern, genauso wie die Druckerschwärze. Das Feeling kommt (noch) bei keinem eReader auf und wahrscheinlich wird dies ein Grund sein, weshalb sich die Zeitung als analoges Medium möglicherweise eines Tages zu einem wahren Luxusgut entwickeln wird.

Eine neue Ära: digitale Zeitschriftenabos

Gegen die Zeitschriftenabos spricht, dass die Artikel, die in den Zeitschriften erscheinen, kurze Zeit später auf den Internetseiten der jeweiligen Magazine zu finden sind. Damit wollen die Zeitschriften ein breiteres Publikum ansprechen. Diese Tatsache kann allerdings dafür sorgen, dass die Leser, die ein Abonnement haben dieses nicht verlängern und stattdessen ebenfalls auf die Internetseite des Magazins schauen und sich dort schlau machen.

Das haben die Verlage erkannt und so wurden kurzerhand sogenannte Paywalls installiert, die für die Abschlüsse digitaler Abonnements sorgen sollen. Der Trend geht also gewissermaßen weg vom postalischen hin zum online Abo. Und die Zahlen sprechen für sich. Ein Blick in die Druckauflagen der Verlagshäuser zeigt, dass die Onlineangebote immer häufiger genutzt werden, während die Printauflagen immer kleiner ausfallen. Die Prognose für die Zukunft lautet dementsprechend nach unserer Meinung: die Zeitschriftenabos so wie wir sie kennen schaffen sich selbst ab. Printausgaben von Magazinen und Zeitungen werden in naher Zukunft ein teures Luxusgut werden, da ihr lebendiger Charakter wohl kaum digital reproduzierbar ist.

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