Die meisten Menschen glauben, eine Schwangerschaft mit dem bevorstehenden Geburtstermin würde neun Monate lang dauern, was ja im Prinzip nicht gänzlich falsch ist. Geht man jedoch vom ersten Tag der letzten Regelblutung bis zur Geburt aus, tragen Frauen mit einer Zykluslänge von durchschnittlich 28 Tagen ganze 40 Wochen ihr ungeborenes Baby aus – und das sind genau genommen zehn Monate. Mit dem wachsenden Bauch während der Schwangerschaft steigt auch die Vorfreude auf den GeburtsterminDa jedoch die meisten Ärzte vom Zeitpunkt der Befruchtung aus eine Schwangerschaft berechnen, dauert sie 267 Tage oder 38 Wochen lang an, also knapp über neun Monate. Wer es jedoch ganz genau wissen möchte, kann den genauen Geburtstermin auch mithilfe einer einfachen Formel ausrechnen. Wie sie funktioniert, erfahren Sie hier. Und noch ein Tipp vorweg: Während der neun Monate kann ein Schwangerschaftskalender dazu beitragen, der werdenden Mutter einen besseren Überblick über die notwendigen Vorsorgeuntersuchungen zu verschaffen, zudem enthält er nützliche Informationen rund um das Baby.

Wie berechnet man den Geburtstermin?

Um den Termin der Geburt zu berechnen, liegt in einer mathematischen Formel begraben. Der Geburtstermin kann (bei einem regelmäßigen Zyklus!) mithilfe der „Naegele’schen Regel“, erfunden von dem Heidelberger Gynäkologen Franz Naegele, bestimmt werden. Sie lautet: + 7 Tage – 3 Monate + 1 Jahr; für die genaue Berechnung wird der erste Tag der letzten Regelblutung als Ausgangspunkt gewählt, unter der Voraussetzung einer Zykluslänge von 28 Tagen. Andernfalls müsste die Formel erweitert werden, also die entsprechende Anzahl an Tagen addiert (wenn der Zyklus länger als 28 Tage dauert) oder subtrahiert (wenn der Zyklus kürzer als 28 Tage dauert) werden. Sprich: + 7 Tage – 3 Monate +/- abweichende Tage + 1 Jahr.

Mit dem Rechner den Geburtstermin ermitteln

Eine weitere Möglichkeit zur Berechnung des Geburtstermins bietet uns das Internet. Hier kann mithilfe von Rechnern und weniger Angaben der ungefähre Geburtstermin berechnet werden, allerdings gibt es keine Garantie dafür, dass der geschätzte Geburtstag des Kindes auch wirklich eintrifft. Den endgültigen Termin sollten Sie von Ihrem Frauenarzt ausrechnen lassen, nachdem er Sie gründlich untersucht hat. Er kann mithilfe eines Ultraschallgeräts selbst in der früheren Phase der Befruchtung bereits einen sehr präzisen Termin berechnen, in der das Baby zur Welt kommen wird, ebenso die aktuelle Schwangerschaftswoche.

Die Wahrheit liegt in der Statistik

Grundsätzlich sollten sich werdende Eltern nicht auf den errechneten Geburtstermin verlassen, da laut einer aktuellen Statistik tatsächlich nur sehr wenige Babys (3,9 %) am errechneten Tag das Licht der Welt erblicken. Stattdessen werden 26,4 % der Babys innerhalb einer Woche und 66,6 % innerhalb von drei Wochen um den errechneten Geburtstermin herum ausgetragen.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Stimmen, im Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...
Ähnliche Beiträge