Jeder hat es sicher schon mal ausprobiert: Sich selbst zu kitzeln. Doch warum klappt das nicht? Wenn es jemand aus dem Freundes- oder Familienkreis tut, dann spüren wir zumeist den unbändigen Drang uns wie verrückt zu wenden und laut loszulachen. Doch von all diesen Reizen fehlt jede Spur, wenn man sich selbst kitzeln möchte…

Mit einer Feder kann es gelingen, sich selbst kitzeln zu könnenReize werden anders verarbeitet

Grund dafür dass wir uns nicht selbst kitzeln können ist, dass das Gehirn jederzeit ganz vielen unterschiedlichen Reizen ausgesetzt ist. Damit es sich bei der Bearbeitung dieser Reize nicht selbst überlastet, erstellt es eine Prioritätenliste. Reize, die von außen kommen, wie zum Beispiel Berührungen durch andere Personen, Dinge oder Tiere, stehen dabei ganz oben auf der Liste. Das erklärt auch, weshalb der Versuch sich mit einer Feder zu kitzeln mitunter sogar gelingen mag.

Berührungen durch die eigenen Hände jedoch sind ganz unten auf der Prioritätenliste eingetragen, da dies ständig unbewusst geschieht. Das Gehirn merkt außerdem, was deine Hand tun möchte und rechnet schon im Vorfeld damit, dass du dich selbst versuchst zu kitzeln. Es stellt dann einfach alle Nervensignale, die einen sonst kitzlig machen ab. Wenn allerdings jemand anders versucht dich zu kitzeln, geht das Gehirn von einem äußeren Angriff aus und wehrt sich mit einer Nervenreaktion: Dem kitzlig sein. Dahinter verbirgt sich in diesem Sinne also einer unserer Urinstinkte, der auch ein Zeichen für Gefahr von Außen auf unseren Körper ist. Aus diesem Grund wenden wir uns wie wild, wenn wir abgekitzelt werden, da wir der fremden Berührung unterbewusst aus dem Weg gehen möchten.

Auch Tiere sind kitzelig

Was bei uns Menschen so gut funktioniert, trifft in großen Teilen auch im Tierreich zu. So geht aus einem Artikel von Spiegel Online hervor, dass auch Ratten kitzelig sind. Dies haben Berliner Forscher in einer Studie herausgefunden. Ähnlich wie wir Menschen waren auch bei den Tieren Körperzuckungen, Kichern und Sprünge zu verzeichnen. Dabei hat sich herausgestellt, dass die Ratten am Bauch am kitzeligsten waren. Der Rückschluss liegt hier in der Verletzbarkeit besonders empfindlicher Körperareale. Denn auch wir Menschen sind an besonders verletzlichen stellen sehr anfällig auf die Kitzelattacken unserer Freunde.

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