Der Begriff LED begegnet uns im Alltag immer häufiger. Wir sind umgeben von LED-Lampen, Fernsehern, diversen Hinweistafeln, Uhren und Ampeln, die allesamt mit der LED-Technologie funktionieren. Doch was heißt eigentlich LED und auf welche Weise wird hier das Licht erzeugt? Dieser Frage wollen wir hier auf den Grund gehen.

LED-Lampen sind mittlerweile kaum noch von herkömmlichen Glühbirnen zu unterscheiden
Was bedeutet LED?

Hierbei handelt es sich um die englische Abkürzung für „light-emitting diode“, was auf Deutsch so viel heißt wie „lichtemittierende Diode“. Das Funktionsprinzip unterscheidet sich maßgeblich von dem der handelsüblichen Glühbirne und ist in mehr als nur einer Hinsicht auch wesentlich praktischer. Im Prinzip handelt es sich bei einer Diode lediglich um ein elektronisches Halbleiter-Bauelement, das Licht abstrahlt, sobald Strom in Durchlassrichtung die Diode passiert. Doch nicht nur Licht, sondern auch Infrarotstrahlung oder Ultraviolettstrahlung kann mit der entsprechenden Diode generiert werden.

Einst wurden sie, aufgrund der vergleichbar geringen Lichtausbeute, vornehmlich in Anzeigetafeln verwendet, doch mittlerweile erlaubt es der Stand der Technik, LEDs auch in LED-Lampen bzw. Glühbirnen und Taschenlampen einzusetzen. Selbst von Louis Poulsen gibt es heute Designleuchten, die zusammen mit LEDs geliefert werden. Neuerdings erstrahlt das Diodenlicht auch von Straßenlaternen und Frontblitzern verschiedener Polizei- und Rettungsfahrzeuge. Daneben findet es Einsatz bei Signalisierungen wie zum Beispiel Verkehrsampeln. Ähnliche Anwendungen bei Wechselverkehrszeichen oder sogenannten „Lane-Lights“, die den Fahren in Bodennähe blinkend den Weg weisen, funktionieren überhaupt nur mit LEDs, weil selbige die Fähigkeit besitzen, im Straßenverkehr übliche Symbole relativ leicht nachzustellen. Die Verkehrstelematik steigert dadurch z. B. Verkehrsdurchfluss oder Verkehrssicherheit. Aus diesem Anwendungsfeld ist die LED-Technologie heutzutage nicht mehr wegzudenken.

Der LED-Fernseher

Es gibt allerdings auch einen Anwendungsbereich, der vor allem aus wirtschaftlicher Sicht immer wichtiger wird: Die Rede ist natürlich von der Hintergrundbeleuchtung von Flüssigkristallbildschirmen. Für dieses Anwendungsfeld kommen LEDs in Frage, weil sie eine langzeitstabilere Beleuchtung und zum Teil auch einen niedrigeren Strombedarf als Kaltkathodenlampen aufweisen. Des Weiteren lassen sich auf diese Weise auch sehr geringe Bautiefen realisieren, was natürlich zusätzlich ziemlich praktisch ist. Die modernen Geräte, die eigentlich die Bezeichnung „LCD-Fernseher“ innehaben, werden umgangssprachlich häufig als LED-Fernseher bezeichnet.

Im Gegensatz zur herkömmlichen LED-Technologie gibt es mittlerweile auch die sogenannten „organischen Leuchtdioden“. Bei einer solchen Diode handelt es sich um ein dünnfilmiges, leuchtendes Bauelement aus organischen halbleitenden Materialien. Der große Unterschied zu den herkömmlichen, anorganischen Leuchtdioden ist der Umstand, dass Stromdichte und Leuchtdichte geringer sind und keine einkristallinen Materialien erforderlich sind. Die Herstellung organischer Dioden ist somit im Regelfall auch um einiges kostengünstiger. Momentan ist es allerdings noch so, dass Bildschirme mit organischen Leuchtdioden für großflächige TV-Geräte noch nicht allgemein erhältlich sind. Das wird sich in Zukunft wohl ändern.

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