Ständig ist die Rede davon, dass man in Eigentumswohnungen oder ganze Immobilien investieren sollte. Zugegeben, beim Geschäftsmodell „Hauseigentümer werden“ handelt es sich um eine äußerst attraktive Form der Geldanlage, doch andererseits sieht man sich als Eigentümer auch mit Pflichten und Verantwortungen konfrontiert, die gerne verschwiegen werden. Was Eigentümern so alles schlaflose Nächte bereiten kann, erläutern wir hier.

Gerade die Zwangsversteigerung kann für viele Hauseigentümer den Ruin bedeutenAlltägliche Arbeiten können zur Last werden

Geht es um die Nachteile eines eigenen Hauses, so kann man diese sehr unterschiedlich gewichten. Mal sind sie durchaus üblich und weniger schwerwiegend, mal sehr selten, aber dafür besonders ärgerlich. Weniger ein echter Nachteil als vielmehr eine zwangsläufige Verpflichtung stellt die Instandhaltung des Gebäudes dar. Wer lange unbeschwert und glücklich darin leben oder es gar vermieten will, der kommt nicht herum, regelmäßige Schönheitsreparaturen und Wartungsmaßnahmen durchzuführen. Die gelegentliche Reinigung der Dachrinnen gehört dazu ebenso wie eine Sanierung, wenn die Fassade bröckelt oder schlecht isoliert ist. Darüber hinaus gehört zu nahezu jedem Haus auch ein Grundstück mit Garten, das gepflegt und vor Wildwuchs bewahrt werden will. Nicht jeder bringt Lust und Zeit dafür auf – oder sieht sich körperlich imstande dazu, regelmäßig den Rasen zu mähen. Insbesondere Eigentümer fortgeschrittenen Alters, deren Kinder längst außer Haus sind, wären daher oft über weniger Verpflichtungen dankbar und sehen sich teilweise mit den allwöchentlichen Arbeiten rund ums Haus samt Grundstück überfordert.

Der Super-GAU für Hauseigentümer: Zwangsversteigerung

Eine weitaus ernstere Angelegenheit stellt eine drohende Zwangsversteigerung des Eigentums dar. Beläuft sich dies bei herkömmlichen Mietern nur auf bewegliche Güter, so müssen Eigentümer damit rechnen, dass ihnen im schlimmsten Fall das komplette Grundstück weggenommen wird. Vor allem bei Schulden und Privatinsolvenzen können Gläubiger dafür eintreten, dass ein staatlich angeordnetes Vollstreckungsverfahren in Form einer Zwangsversteigerung eingeleitet wird. Nicht immer ist diese drastische Forderung berechtigt und zwingend notwendig, stellt aber für Banken eine bequeme Möglichkeit dar, um ihre Ansprüche geltend zu machen. Hauseigentümer, die sich in einer finanziell angespannten Lage befinden, sollten daher über einen Schutz der Immobilie vor Zwangsversteigerung nachdenken. So gibt es Hilfe von Experten wie Anwälten oder Schuldnerberatern, welche sich für die Interessen des betroffenen Eigentümers starkmachen. Auf diese Weise lässt sich das drohende Urteil oft im letzten Moment abwenden.

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