Man kann hervorragend auf Internet-Shopping Tour gehen. Bei manchen Kaufangeboten und Versteigerungen zeigt sich aber auch, dass das Netz eine eigene Welt ist, in der andere Regeln und Grenzen bestehen, als in der realen. So werden etwa Seelen, Gräber und Jungfräulichkeit auf virtuellen Auktionen versteigert – und finden reißenden Absatz.

Beim Internet-Shopping werden teilweise die kuriosesten Dinge versteigertAvie Woodbury hatte die Seelen zweier Verstorbener in Fläschchen eingefangen und wollte diese dann doch lieber wieder loswerden. Also bot sie die „Untoten“ kurzerhand im Internet zum Verkauf an. Und wurde dort keineswegs (nur) als Spinnerin abgetan, sondern fand, im Gegenteil, sogar zahlungskräftige Käufer. Die Auktion endete so mit einem Höchstgebot von 2.830 Neuseeländischen Dollar, das sind immerhin rund 1.445 Euro.

Gebrauchter Herzschrittmacher gefällig?

Und auch Stierhuf-Trinkflaschen, Skigondeln oder gebrauchte Herzschrittmacher finden über Internet-Auktionshäuser Abnehmer. Man könnte sogar die Hypothese wagen, dass die Plattformen im Netz auch immer Spiegel der Zeitgeschichte sind. Wird etwa ein Deutscher zum Papst gewählt, wird kurze Zeit später das Auto zum Verkauf angeboten, welches das Kirchenoberhaupt einmal gefahren haben soll. Besucht Barak Obama Berlin, wird eine von ihm angeblich vergessene Unterhose versteigert. Und auch der Schlafsack, in dem der Pfleger Thomas Dörflein während der Pflege von Eisbär Knut schlief, wurde vor Kurzem für 1.431 Euro im Netz verkauft.

Neuseeländer scheinen eine ganz besondere Vorliebe für seltsame Auktionen zu haben, denn wiederum eine Frau vom Inselstaat in der Pazifik war es, die, um ihr Studium aufzubessern, ihre Unschuld im Internet anbot. Die Jungfräulichkeit wollten der Studentin bis zu 30.000 Bieter abnehmen, für 23.000 Euro ging sie schließlich an einen Unbekannten. Da kommt die Frage auf, ob es beim Internet-Shopping überhaupt noch etwas gibt, das es noch nicht gibt?

Neue Internet-Shopping Trends

Das bekannteste Auktionshaus eBay hat sich in den vergangenen Jahren zum Leidwesen vieler Nutzer jedoch immer mehr von einem virtuellen Flohmarkt zu einer Plattform für kommerzielle Anbieter gewandelt. Und damit entwickelte sich auch das Angebot weg vom charmanten und skurrilen Trödel hin zu Allerwelts-Produkten.

In jüngster Zeit hatten aber viele Internet-Auktionshäuser, allen voran eBay, starke Umsatzeinbußen zu verzeichnen. Momentan ist es ein anderer Trend, der die Menschen in Internet auf Einkaufs-Tour gehen lässt. Beim sogenannten Liveshopping bietet eine Firma ein einziges Produkt für kurze Zeit besonders günstig an. Das ermöglicht große Abnahmemengen für den Anbieter, der den günstigen Preis an die Kunden weitergeben kann. Die müssen sich zwar schnell für ein Angebot entscheiden, dafür sind aber auch enorme Schnäppchen beim Kauf von Digitalkamera, Porzellan und Gartenmöbeln möglich. Hier tauchten bis dato eher weniger kuriose Fundstücke auf – doch wer weiß, was uns die Zukunft bringt!

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