Jeder, der hierzulande einen Führerschein machen will und sich mit Theorie und Praxis in der Fahrschule herumschlägt, wird einmal vom Fahrlehrer folgende Frage gestellt bekommen: „Hast du den LSM-Kurs eigentlich schon gemacht?“ Viele Fahranfänger wissen allerdings gar nicht, was unter einem LSM-Kurs zu verstehen ist.

Ein LSM-Kurs soll lebensrettende Sofortmaßnahmen vermittelnWas bedeutet „LSM“?

LSM steht für „Lebensrettende Sofortmaßnahmen“, die man bei Autounfällen selbst einleiten kann. In LSM-Kursen lernt man also alles über hilfreiche Möglichkeiten, um das Leben Anderer bei Unfällen im Straßenverkehr retten können. Dies umfasst alle sämtliche Maßnahmen zur Ersten Hilfe und beinhaltet zum Beispiel die Absicherung der Unfallstelle, die Wahl des Notrufs sowie die ersten, einfachen und notfallmedizinischen Handgriffe, die man selbst beim Unfallgeschädigten ausführen kann. In der Regel dauert ein LSM-Kurs etwa einen Tag und man erhält nach der Teilnahme die Bescheinigung, dass man daran teilgenommen hat.

LSM-Kurse werden von unglaublich vielen Organisationen wie zum Beispiel dem Roten Kreuz, den regionalen Stellen der Krankenkassen oder auch von der Caritas angeboten. Dementsprechend stehen somit Fahrschulanfänger vor der Qual der Wahl zur Anmeldung für einen der vielzählig angebotenen LSM-Kurse. Hilfe um sich schnell und leicht über aktuelle Kursangebote zu informieren, bietet der Klick mit der Maus. Will man zum Beispiel im Internet herausfinden, welche LSM-Kurse in der umliegenden Region angeboten werden, so findet man mit nur einer Suchanfrage schnell und übersichtlich nach Wohnort und Datum sortiert die aktuellsten LSM-Kurse.

Muss ich den LSM-Kurs machen?

Ja, jeder muss einmal in seinem Leben einen LSM-Kurs absolviert haben. Dies ist sogar gesetzlich fixiert und festgeschrieben. Nach § 323 c StGB ist jeder Bürger dazu angehalten, bei Unfällen Erste Hilfe zu leisten. Deshalb muss jeder Fahrschulanfänger wissen, welche Maßnahmen er bei einem Unfall im Straßenverkehr zu ergreifen hat. Jeder Bewerber, der einen Führerschein in Deutschland in den Klassen A1, A, B, BE, M, L und T machen möchte, ist demnach dazu verpflichtet, den LSM-Kurs gemacht zu haben. Die Teilnahme daran ist außerdem Grundbedingung für die Anmeldung zu den Theorie- und Praxisprüfungen. Legt man die Bescheinigung über die Teilnahme an einem LSM-Kurs vor nicht vor, darf man hierzulande auch nicht am Steuer geprüft werden.

Kostet der LSM-Kurs Geld?

Ja, meistens kostet das Absolvieren des LSM-Kurses Geld. Jedoch unterscheiden sich die Preise hinsichtlich Anbieter und der Region. So kostet ein LSM-Kurs in Frankfurt am Main etwa 30 Euro, während man in nördlicheren Regionen wie zum Beispiel Mecklenburg-Vorpommern etwas weniger bezahlen muss. Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, kostenfrei an einem LSM-Kurs teilzunehmen. Meist muss man sich dann bei den Anbietern über solche Angebote vorab informieren und sich rechtzeitig anmelden.

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