Manchmal reicht eine einzelne Ausnahmesituation aus, um eine schwer kontrollierbare Schuldenlage und letztendlich einen exzessiven Zustand der Überschuldung hervorzurufen. Oft ist es der Verlust des geregelten Einkommens im Zusammenspiel mit größeren Ausgaben, die unabdingbar sind oder unbezwingbar erscheinen. Auch eine Depression kann der Auslöser für eine übermäßige Verschuldung sein, wenn an die Stelle tatsächlichen Glücks und Zufriedenheit Konsumgüter treten, die eigentlich gar nicht bezahlt werden können. Wie Sie erste Anzeichen bemerken und letztendlich aus der Schuldenfalle herauskommen, erläutern wir hier.

Sitzt man einmal in der Schuldenfalle, erscheint der Ausweg schwer.Die Schuldenfalle: nicht immer ein schleichender Prozess

Eigentlich ist es doch ganz einfach: Können Kredite nicht mehr gedeckt und Raten nicht länger gezahlt werden, sollte man gleich zur Schuldenberatung gehen. Mit einem Finanzplan ist es dann bestimmt ein Leichtes, der Schuldenfalle zu entgehen – so simpel ist das! Aber ist die Situation wirklich immer so klar? Im Fernsehen will man uns weismachen, dass alle Betroffenen nicht mit Geld umgehen können und ihre finanziellen Probleme stets verdrängen. Sicher gibt es genug fehlgeleitete Seelen, die ohne Eigenkapital eine Bar auf Mallorca realisieren wollen und sich danach in Castrop-Rauxel von Peter Zwegat erklären lassen, wie man fünfstellige Summen addiert. Viele Menschen geraten aber auf ganz andere Weise in die Schuldenfalle, ohne dass man ihnen etwas vorwerfen könnte. Bei besonders argen Unglücksfällen – wie beispielsweise einer unfallbedingten Invalidität – geht nicht nur der Löwenanteil des Gehaltes verloren, sondern auch die Rücklagen, die zum Beispiel als Eigenanteil für aufwendige Therapien oder die Umrüstung der Wohnung gezahlt werden müssen.

In vielen Fällen beginnt eine Verschuldung auch mit dem Verlust des Arbeitsplatzes. Besonders jene Arbeitnehmer, die bereits ein gewisses Alter erreicht haben, finden danach schwer in das Berufsleben zurück. 10 oder 15 Jahre vor dem Eintritt ins Rentenalter seine Wohnung oder sein Haus aufzugeben, weil man die Raten, die Miete und/oder die Nebenkosten nicht mehr aufbringen kann, kommt für viele Menschen einfach nicht infrage. So beginnt dann eine schleichende Verschuldung, die im Regelfall verdrängt wird, bis es für die Betroffenen zu spät ist.

Was kann man bei Schulden tun?

Ob durch eine missglückte kreditweise Vorfinanzierung, einen Unfall oder einen Schicksalsschlag – sollten Sie sich in einer besonders prekären finanziellen Lage wiederfinden, aus der Sie sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien können, kann die Verbraucherinsolvenz einen letzten Strohhalm darstellen, um wieder schuldenfrei zu werden. Vorab sollten Sie sich über die Voraussetzungen und die damit verbundenen Pflichten eingehender informieren und sich nicht davor scheuen, gleich zur Schuldenberatung zu gehen. Auf diese Weise kann die Verbraucherinsolvenz oftmals vermieden werden. Im Internet finden sich verschiedene Schuldnerberatungen, deren Service Sie in Anspruch nehmen können. Und auch wenn es schmerzt: Führen Sie Buch über ihre ausstehenden Schulden, um einen Überblick zu wahren.

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