Finanzen
Was ist ein Tagesgeldkonto?
In den 90er Jahren waren die meisten deutschen Bankkunden im Besitz eines klassischen Sparbuchs – das Tagesgeldkonto hatte noch keine große Bedeutung. Erst zum Millenniumjahr, als das Vertrauen der Privatkunden in Aktien durch den Börsencrash zerstört wurde, erfreute sich das Tagesgeldkonto immer größerer Beliebtheit. Trotzdem ist diese moderne Form der Kaptalanlage noch heute für viele Kunden ein Fremdbegriff. Ein Grund mehr, die Hintergründe zu durchleuchten.
Zuerst einmal sollte an dieser Stelle erklärt werden, dass es sich bei dem Tagesgeldkonto um ein verzinstes Konto handelt, über dessen Guthaben der Anleger jederzeit verfügen kann. Weitere Vorteile liegen in der hohen Verzinsung, der kostenlosen Kontoführung sowie dem Wegfall der Kündigungsfrist. Warum sich eine Kontoeröffnung noch lohnt und wie man ein Tagesgeldkonto in der Praxis eröffnet, erfahren sie hier.
Was sind die Vorteile vom Tagesgeldkonto?
Neben der täglichen Verfügbarkeit und den hohen Zinssätzen (je nach Bankinstitut variiert dieser zwischen zwei und fünf Prozent) besteht, dank gesetzlicher und meist zusätzlich noch weiterer Einlagensicherung, eine hohe Sicherheit. Durch das geringe Risiko und die die hohe Flexibilität bieten Tagesgeldkonten beispielsweise eine höhere Rendite als ein Sparbuch. Darüber hinaus ist es sehr einfach und ohne Fachwissen zu handhaben, vergleichbar mit einem Girokonto. Zudem ist keine Mindesteinlage erforderlich, sprich das Konto wirft ab dem ersten Euro bereits Zinsen ab. Durch unterjährige Gutschriften der Tagesgeld-Zinsen wird auch noch der Zinseffekt verstärkt. Weiter erhält der Kontoinhaber kostenlose Kontoauszüge, um sich einen dauerhaften Überblick über sein Tagesgeld zu verschaffen.
Wie eröffnet man ein Tagesgeldkonto?
Mittlerweile kann man das Tagesgeldkonto entweder direkt vor Ort bei seiner Bank eröffnen oder auch online in Auftrag geben. Im letztgenannten Fall kann man in kleinen Schritten sein Konto schnell und unkompliziert einrichten. Zuerst werden die persönlichen Daten eingegeben, anschließend erhält man innerhalb weniger Minuten eine Auftragsbestätigung per E-Mail, in der sowohl die Zugangsdaten als auch weitere Hinweise enthalten sind. Danach kann man sich im Kundenbereich einloggen und die neue Kontonummer für das Tagesgeldkonto erhalten. Um das neue Konto mit Eigenkapital zu belasten, kann man von seinem Referenzkonto (Girokonto) eine beliebige Summe auf das Tagesgeldkonto überweisen. Sobald der erste Betrag verbucht werden kann, beginnt die Verzinsung der Anlage. Möchte man im Umkehrprozess wieder eine bestimmte Summe von dem Tagesgeldkonto zurückbuchen, wird dies auch via Überweisung getätigt.
Wo eröffnet man ein Tagesgeldkonto?
In der Regel bietet fast jede Bank diesen zusätzlichen Service an, allerdings unterscheiden sich die Angebote der verschiedenen Institute. Wer sich einen besseren Überblick über die aktuellen Zinssätze verschaffen möchte, kann mit einem praktischen Tagesgeldkonto-Vergleich die besten Konditionen und die höchsten Zinssätze herausfiltern. Ebenso kann man sich im gleichen Atemzug über alle anderen Konditionen wie Einlagensicherung, Zinsbindung, Intervall der Zinszahlung und weitere Merkmale informieren, die bei der Eröffnung eines Tagesgeldkontos nicht außer Acht gelassen werden sollten. Hat man sich am Ende für eine Bank entschieden, kann man sein Geld für sich arbeiten lassen und auf ein lang gehegtes Ziel hin sparen. Je nachdem, in welchem Institut die Anlage investiert wird, findet die lang ersehnte Zinsausschüttung monatlich, alle Vierteljahre oder einmal im Jahr statt.

