Kindererziehung

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Was sind absolut veraltete Maßnahmen bei der Kindererziehung?

Moderne, liebende Eltern wussten es schon immer, welche Maßnahmen in der Kindererziehung eigentlich indiskutabel sind. Alles, was die Kleinen einschüchtert, ihnen Angst macht, sie verunsichert, gehört zu den veralteten Maßnahmen bei der Erziehung. Das müssen nicht einmal Schläge oder sogar Misshandlungen sein. Auch seelische Grausamkeit schadet der Kinderseele. Glücklicherweise sieht der Gesetzgeber das mittlerweile auch so und verbietet seit 2000 „Körperliche Bestrafungen“, „seelische Verletzungen“ und „andere entwürdigende Maßnahmen“ beim Erziehen des Nachwuchses.

Wenn Eltern immer noch auf veraltete Maßnahmen bei der Erziehung des Nachwuchses zurückgreifen, hat das verschiedene Ursachen. Nicht alle Erziehungsberechtigten sind reaktionär und der Meinung, dass eine Kinderseele „gebrochen“ werden müsse, um aus dem jungen Menschen einen anständigen Erwachsenen zu machen. Oft sind auch einfach Unsicherheit oder Überforderung die Gründe dafür, wenn Eltern bei der Kindeserziehung zu fragwürdigen Maßnahmen greifen.

Seelische Grausamkeit und körperliche Gewalt

Zu diesen fragwürdigen, veralteten Maßnahmen zählt alles, was die Würde des Kindes verletzt. Das fängt an bei abwertenden Bemerkungen und beleidigenden Kommentaren, geht weiter beim Anschreien oder Einsperren, beim Entzug von Essen, Zuwendung und Liebe bis hin zu konkreter körperlicher Gewalt. Diese fängt bereits an beim Schubsen der Schütteln des Kindes über Klapse und Ohrfeigen, die berühmte Tracht Prügel bis hin zu den schlimmsten Misshandlungen, durch die das Kind dauerhafte Schäden erleiden oder sogar sterben kann. All diese Maßnahmen bei der Kindeserziehung sind absolut veraltet, indiskutabel und, wie bereits erwähnt, sogar von Gesetzes wegen verboten. Doch leider finden sie immer noch und gar nicht so selten statt.

Hilfe für überforderte Eltern

Das Problem existiert und das oft näher, als man denkt. Doch heutzutage gibt es eine Vielzahl an Beratungsangeboten, ein Netz an Hilfen und seit langem bestehende Strukturen bei sozialen Trägern, Ämtern und Behörden. Eltern, denen immer wieder die Hand ausrutscht, die ihr Kind anschreien, weil ihnen der Stress zu sehr zusetzt, die es nicht schaffen, ihr Kind so zu behandeln, wie sie es sich eigentlich vorstellen, können Hilfe finden. In Beratungsstellen wird man nicht mit dem Finger auf sie zeigen, sondern ihnen helfen, die Erziehung des Kindes oder der Kinder in Zukunft anders zu gestalten. Außerdem gibt es ausgebildetes Personal, das regelmäßig in die Familie kommt und vom Erziehen des Nachwuchses gestressten oder überforderten Eltern in den vielen kleinen Situationen des Alltags hilfreich zur Seite steht. Die veralteten Maßnahmen der Kindererziehung können und sollten also getrost und ganz konsequent aus dem Umgang mit den kleinen Menschen gestrichen werden.

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