Gibt es heute noch klassische Kassenbücher?

Die Bargeldgeschäfte nehmen prozentual ab, dennoch sind sie gerade im Einzelhandel die Basis des Tagesgeschäfts. Direkt damit zusammen hängt das Kassenbuch, das es mittlerweile auch in digitaler Form gibt.

Immer noch beliebt: die bewährte Papierform

 

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Das klassische Kassenbuch in Papierform ist trotz digitaler Möglichkeiten noch weit verbreitet. Es kommt ohne Technik aus und hängt deswegen auch nicht von ihr ab. Die Einträge sind nämlich wichtig: Das Kassenbuch beinhaltet datierte Informationen zu sämtlichen Bargeldaktionen, auch die Steuer muss enthalten sein. Ein gut geführtes Kassenbuch bietet somit zu jeder Zeit eine vollständige Übersicht über Einnahmen und Ausgaben, es ist immer ersichtlich, wie viel Barmittel in der Kasse vorhanden sind.
Im Einzelnen setzen sich die Informationen aus folgenden Posten zusammen:

  • Datum der Ein- / Auszahlung
  • Einnahme
  • Ausgabe
  • Umsatzsteuer
  • Beleg und Belegnummer
  • Aktueller Kassenbestand

Strikte Regeln bei der Buchführung

Die Führung des Kassenbuchs hilft nicht nur Geschäftsbesitzern bei der Übersicht. Sie ist nämlich gesetzlich geregelt: So muss das Kassenbuch laut §145 Abgabenordnung auch Außenstehenden (zum Beispiel Finanzbeamten) die gesuchten Informationen bieten, und zwar nachvollziehbar und geordnet. Für die verschiedenen Geschäftstypen und Präferenzen gibt es unzählige Arten von Kassenbüchern, deren Zweck jedoch immer derselbe bleibt. Der Gesetzgeber schreibt allerdings nicht vor, in welcher Form das Kassenbuch vorliegen muss: klassisch oder digital?

Vor- und Nachteile von digitalen Kassenbüchern

Kassenbuch-Software hat den Vorteil, dass sie zentral verwaltet wird und von mehreren Accounts bearbeitet werden kann, ohne dass sie am selben Ort sind. Dem gegenüber steht das Risiko technischer Ausfälle oder des Datenmissbrauchs – dieses Risiko ist nicht zu unterschätzen. Bei der Software-Auswahl sollte deswegen auf die Sicherheit geachtet werden. In der Bedienung sind elektronische Kassenbücher recht bequem, da sie per Klick verändert und angepasst werden können. Allerdings muss auf die Aktualität geachtet werden, denn veraltete Software genügt unter Umständen nicht den modernen Prüfungsanforderungen. Zentral verwaltete Lösungen eines Anbieters sind deswegen die bessere Wahl.
Wer ganz auf Nummer sicher gehen und technische Anforderungen umgehen will, ist mit dem klassischen Kassenbuch weiterhin gut bedient. Genau wie andere Methoden der alten Schule, etwa der Sparkalender, hat es auch das traditionelle Kassenbuch nicht ohne Grund ins digitale Zeitalter geschafft.

Helles Köpfchen: admin - Frage & Antwort vom 17.04.2014, 08:38 Uhr - Thema: Wissenswertes - Hast du eine andere Meinung?

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